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(Bsp.: Himmel | Johannes 3,16)


Sinn des Lebens

Einfach nur glücklich sein

Einfach nur glücklich sein. Wer wünscht sich das nicht? Doch wie findet man das ganz persönliche Lebensglück?

42, so lautet die Antwort, die der Computer Deep Thought in dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf die Frage gibt, was denn der Sinn des Lebens sei. Dass die Antwort natürlich keineswegs befriedigend und äußerst sinnfrei ist, macht den Charme des Romans von Douglas Adams aus. Auf skurrile Weise wird ein philosophisches Problem aus der Welt geschafft, das noch bis ins letzte Jahrhundert Menschen durch alle Nationen und Klassen hindurch beschäftigt hat: Was ist der Sinn des Lebens? Warum bin ich auf dieser Welt? Wo komme ich her und wo gehe ich hin?

Heutzutage scheint diese Frage nach dem Sinn des Lebens viele Menschen nicht mehr so zu bewegen wie noch vielleicht vor 30 Jahren. Konsum und Lifestyle sind wichtiger. So zumindest das Ergebnis der Studie „Jugend unter Druck“ des Jugendforschers Bernhard Heinzlmaier, der Jugendliche im Alter von 11 bis 29 Jahren befragt hat.

Es geht darum, glücklich zu sein

Haben Menschen in vergangenen Jahrhunderten den Sinn des Lebens in der Religion oder in sozialen Utopien wie der des Marxismus gesucht, so geht es heutzutage eher um eine Lustmaximierung. Es geht darum, sich lebendig zu fühlen und das Leben zu genießen, wie Heimzlmaier in seiner Studie feststellt.: „Wo ein das materielle Leben transzendierender (über das materielle Leben hinausreichender, Anm. d. Red.) Sinn fehlt, bekommt das intensive Erlebnis, die unmittelbare Leidenschaft im Hier und Jetzt, überragende Bedeutung. Dass ihnen ein tieferer Sinn, ein ideelles Lebensziel fehlt, ist vielen Jugendliche überhaupt nicht bewusst, da ihnen die Bedeutung eines solchen für ein erfülltes Leben von den Erwachsenen nie vermittelt wurde.“

Demnach bleibt die Grundmotivation, die Menschen bislang nach dem Sinn des Lebens suchen ließ, unverändert: Letztlich geht es um ein erfülltes Leben. Es geht darum, glücklich zu sein. Das könnte ein Grund dafür sein, dass in den letzten Jahren immer wieder Bücher über das Glück auf den Bestellerlisten waren (z.B. "Glück kommt selten allein", Hirschhausen; "Hectors Reise: oder die Suche nach dem Glück", Francois Lelord).

Die glücklichsten Menschen der Welt

Auch die Glücksforschung ist ein Bereich der Wissenschaft, der immer mehr Aufmerksamkeit genießt und mit einigen interessanten Ergebnissen aufwartet. So leben nach einer Studie des Gallup Instituts die glücklichsten Menschen in Nigeria, gefolgt von Venezuela und Ghana. Dort bezeichnen sich 44 Prozent aller Menschen als glücklich.

Zum Vergleich: Der westeuropäische Durchschnitt liegt bei 24 Prozent. Die Menschen, die den leichtesten Zugang zu den Ressourcen des Glücks und damit zu einem erfüllten Leben haben, gehören also nicht unbedingt zu den glücklichsten. Der Titel der oben erwähnten Jugendstudie lässt das bereits ahnen: „Jugend unter Druck“.

Man könnte meinen, dass Menschen, die fieberhaft auf der Suche nach dem Glück sind, am weitesten davon entfernt sind. Im Hinblick auf den Sinn des Leben könnte man sagen: Der Mensch, der den Sinn seines Lebens selbst suchen muss, scheint sich eine schwere Bürde aufzuladen. Fanden Menschen in früheren Jahrhunderten den Sinn des Lebens im Glauben an Gott, an ein Leben nach dem Tod und in einer tiefen Verbundenheit mit ihrer Gemeinschaft, so zerbrechen diese Fixpunkte des Lebenssinns zusehends.

Den Sinn des Lebens, so scheint es, finden Menschen immer häufiger in ihrem persönlichen Glück. Eine gute Arbeitsstelle, eine kleine Familie, Gesundheit – all das gibt dem Leben Sinn und schenkt eine tiefe Zufriedenheit, Glück eben. Glück und Lebenssinn werden so mehr und mehr zu einer individuellen Angelegenheit. Glück definiert jeder für sich, Glück ist das, was man aus dem Leben macht. Es scheint, als sei der Spruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ zutreffender denn je. Doch was passiert mit den Menschen, denen es nicht gelingt, ihres Glückes Schmied zu sein, weil ihnen die Mittel fehlen oder weil sich das Leben manchmal nicht in starre Formen pressen lässt? Sind sie die Verlierer einer Gesellschaft, die das persönliche Glück zum höchsten Gut erhoben hat?

Sinnloses Gedankengut in der Bibel?

Dass die Suche nach Glück, Zufriedenheit und einem erfüllten Leben kein Phänomen der Neuzeit ist, zeigt bereits ein Blick in die Bibel. Auch in einer Gesellschaft, deren Weltbild durch und durch religiös geprägt ist, kommt der Lebenssinn nicht automatisch:

„Der Mensch müht und plagt sich sein Leben lang, und was hat er davon? Die Generationen kommen und gehen; und die Erde bleibt, wie sie ist. Die Sonne geht auf, sie geht unter und dann wieder von vorn, immer dasselbe[…] Du bemühst dich, alles, was geschieht, in Worte zu fassen, aber es gelingt dir nicht […]
Ich, der Lehrer, war König über Israel und regierte in Jerusalem. Ich nahm mir vor, alle Dinge zu ergründen und zu begreifen. Ich wollte herausfinden, was für einen Sinn alles hat, was in der Welt geschieht. Doch was ist das für eine fruchtlose Beschäftigung! Gott hat sie den Menschen gegeben, damit sie sich mit ihr plagen. Ich beobachtete alles, was Menschen auf der Erde tun, und ich fand: Alles ist vergeblich. Es ist, als jagtest du dem Wind nach.“ Prediger 1,3-14

Selbst wenn also der große Kontext klar ist. Wenn es klar ist, dass es einen Gott gibt, ergibt sich der Sinn des Lebens nicht automatisch. Gott als abstrakte, als moralische Größe ist kein Garant für den Lebenssinn. Gott als philosophisches Konstrukt ist nicht ausreichend, wenn Menschen auf der Suche nach Glück und Lebenssinn Schiffbruch erleiden und mit Leid und Versagen klarkommen müssen. In seinem Buch „Das dialogische Prinzip“ schreibt der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Das Lebensglück findet der Mensch nur in der persönlichen Beziehung mit Gott

Und aus biblischer Sicht möchte ich hinzufügen: Alles wirkliche Leben ist Begegnung mit dem einen, wahren, lebendigen Gott. Und dieses Moment der Begegnung zieht sich durch die verschiedenen Bücher der Bibel wie ein roter Faden. Sei es Abraham, der von Gott berufen wird, sich auf den Weg in ein neues Land zu machen. Oder Paulus, dem der auferstandene Jesus begegnet und der sein Weltbild von Gott und dem was ihm wichtig ist total umkrempelt. Oder Mose, dem Gott einen Auftrag gibt, der sein Leben total auf den Kopf stellt.

Und auch wenn all diese Begegnungen den Menschen in einen größeren Kontext hineinführen, so beginnen sie doch auf sehr persönliche, sehr individuelle Weise. Den Sinn des Lebens, das Lebensglück finden die Menschen, von denen in der Bibel berichtet wird, in der persönlichen Begegnung mit Gott. So zum Beispiel Mose. Durch die Vorhersehung höherer Mächte wächst er als Hebräer am ägyptischen Königshof auf und ahnt früh, dass das alles kein Zufall ist und er zu etwas Besonderem berufen ist. Er nimmt mit dieser Ahnung die Dinge allerdings selbst in die Hand – und erleidet Schiffbruch. Als Mörder und Flüchtling muss er alle großen Pläne und Hoffnungen begraben. Resigniert richtete er sich in seinem Leben als unbedeutender Viehhirte in der Wüste ein. Und genau in dieser Wüste begegnet ihm Gott und zeigt ihm, dass die spannendsten Kapitel seines Lebens noch geschrieben werden.

Moses Lebenssinn lag nicht im vermeintlich idyllischen Leben eines Hirten, sondern im gefährlichen Auftrag eines politischen Freiheitskämpfers, der das Volk der Hebräer aus der Unterdrückung befreien muss. Dabei musste er sich nebenbei mit dem mächtigsten Mann der damaligen Welt anlegen. In diesem Auftrag fand er zwar kein einfaches glücklich-idyllisches Leben, aber eine tiefe Zufriedenheit und das Wissen, am richtigen Platz zu sein. Die persönliche Beziehung mit Gott war ihm wichtiger als ein Lebensglück, das nicht über die eigene Person hinaus von Bedeutung ist.

Vielleicht liegt hier auch der Grund dafür, dass in der Moderne Gott als Sinngröße für immer weniger Menschen wichtig ist. Gott wird als etwas wahrgenommen, was lediglich für den Fortbestand einer unliebsamen Institution von Bedeutung ist oder bestenfalls als moralischer Notnagel für eine Gesellschaft fungiert, in der auch Werte letztlich beliebig und individuell verhandelbar sind. Der moderne Mensch hat es verlernt, Gott als einem persönlichen Gott zu begegnen. Doch wie kann es wieder neu zu dieser Begegnung kommen? Wie findet der Mensch einen persönlichen Gott? Wo kann er ihm begegnen?

Kein Dauerritt auf Wolke Sieben

Nach christlichem Verständnis hat sich Gott in Jesus Christus offenbart. Das heißt, er hat sich ein Gesicht gegeben, hat deutlich gemacht, wie sein Charakter ist, was er will und wie man ihm begegnen kann.

Jesus war als Gottes Sohn ein Mensch, der auf der Erde lebte, mit seinen Freunden lachte, weinte und alles dafür gegeben hat, dass Menschen das Leben finden. Er hat deutlich gemacht, wie sehr Gott als Vater die Menschen liebt und sich wünscht, dass sie ihn wahrnehmen, erkennen und eine Beziehung mit ihm haben. Der Sinn des Lebens ist nun keine abstrakte Angelegenheit mehr, sondern hat einen Namen. Und das Geheimnis dieses Lebenssinns liegt darin, dass es nicht um das Festhalten an trockenen Dogmen und Glaubenssätzen geht, sondern um eine ganz reale und lebendige Beziehung.

Aus diesem Grund hängen nach christlichem Verständnis Lebenssinn und Lebensglück unweigerlich zusammen. Wer mit Jesus lebt und ihn erlebt, findet nicht nur Lebenssinn sondern auch Lebensglück. Jesus selbst spricht von einem derart erfüllten Leben, dass es an allen Ecken und Enden überläuft (Joh 10,10).
Das bedeutet allerdings nicht, dass mit Jesus alles glatt läuft und man sich auf einem Dauerritt auf Wolke Sieben befindet. Jesus selbst musste durch schwierige Zeiten gehen und sein Tod am Kreuz hat nichts mit einem wohlig-warmen Gefühl persönlicher Zufriedenheit zu tun.

Trotzdem ist er diesen schweren Weg gegangen. Es war ihm wichtiger, alles dafür zu tun, dass seine Freunde dieselbe Beziehung zu Gott haben können wie er. Auch wenn das seinen eigenen Tod bedeutete. Glück für Jesus bedeutet, in einer vertrauensvollen Beziehung zu seinem Vater zu stehen und alles dafür zu tun, dass auch andere dieses Glück erleben können.

Lebensglück nach christlichem Verständnis kann einen also durchaus in Situationen führen, in denen man nicht glücklich im klassischen Sinn aber zutiefst erfüllt ist. Christen haben das über die Jahrhunderte hinweg immer wieder erlebt, so zum Beispiel der Theologe und Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Dietrich Bonhoeffer, der im KZ in Flossen-Bürgen hingerichtet wurde. Er sagte: „Nicht all unsere Wünsche, aber all seine Verheißungen erfüllt Gott!“. Deshalb gilt auch das Versprechen Jesu, dass Leben mit ihm eine ganz andere, neue Qualität haben wird.

Greifbares Lebensglück

Greifbar wird dieses Lebensglück nicht nur in den besonderen Momenten des Lebens, sondern auch im ganz normalen Alltag. Wer den Tag mit einem Gebet auf den Lippen beginnen kann, spürt, dass es keine unheiligen Momente im Leben gibt, sondern dass Gottes gute Gegenwart das ganze Leben durchdringt. Mit Jesus zu leben bedeutet, einen Adressaten für meine Wünsche, Sehnsüchte, aber auch Ängste zu haben. Und einen Ort, wo ich auch frei über meine Fehler und mein Versagen reden darf – und Hilfe und Vergebung finde. Das ist für mich Glück.

Damit Menschen die Liebe Gottes und das Lebensglück aber auch ganz praktisch erfahren können, hat Gott die Erfahrung seiner Gegenwart besonders an die christliche Gemeinschaft gebunden: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20). Hier wird Liebe, Glück und Fürsorge greifbar, wenn Menschen sich gegenseitig helfen und füreinander da sind. Und hier erfahren Menschen, die auf der Suche nach dem Lebensglück sind, auch, dass es manchmal das größte Glück ist, für andere da zu sein.

 



Sinnsuche praktisch
Wenn Sie ausprobieren möchten, was es mit dem Lebensglück und dem Lebenssinn ganz praktisch auf sich hat, machen Sie doch das Jesus-Experiment. Finden Sie selbst heraus, was passiert, wenn man einfach anfängt zu beten und sich auf Gott einzulassen: www.jesus-experiment.de


 

Autor: Michael Gerster

Bilder: tobeys / photocase.com


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Leserbrief zu diesem Beitrag

Von Jonathan Hauer am 11.09.2010, 21:40 Uhr.
Glücklich sein
Jeder möchte unbedingt glücklich sein. Wer wünscht sich das denn nicht?
Glücklich sein ist indiviudell. Jeder empfindet Glück auf seine Art und Weise.
Glücklich sein ist nur von begrenzter Dauer.
Die Frage stellt sich, wie man glücklich wird.
Offenbarung 1, 3:
Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist.
Keiner kann sich selbst glücklich machen. Wahres Glück finden wir nicht auf der Erde. Schon zu allen Zeit haben es die Menschen probiert, doch ihre Sehnsüchte und Bedürfnisse wurden nie gestillt.
Glücklich sein, können wir nur, wenn wir uns auf Gott einlassen. Gott ist der Einzige, der unsere Sehnsüchte und Bedürfnisse stillen. Glücklich ist der, der die Bibel liest, hört und bewahrt (umsetzen). Das ist es, was uns glücklich macht. Glück hängt nicht von Geld und Macht ab. Es gibt viele Beispiele von Menschen, die alles hatten und trotzdem total unglücklich waren. Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach etwas, die nur Gott stillen kann.
Johannes 6,35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Ich habe schon oft versucht das Glück im Erfolg und im Reichtum zu suchen. Und immer musste ich am Ende festellen, dass mich es überhaupt nicht befriedigt hat. Es war immer nur von kurzer Dauer. Ich merkte, als ich in der Bibel las, dass nur Gott mich glücklich machen kann. Seitdem versuche ich das Glück nicht im Erfolg und im Reichtum zu suchen, sondern in Gott. Oft merke ich, wenn ich in der Bibel lese, dass Gott mir viel mehr gibt, als ich erwartet habe.
Das bedeutet natürlich nicht, dass mir nur alles zufliegt und mir Leiden und Schmerzen erspart bleiben. Der Unterschied ist, dass Gott bei mir ist und mir hilft ausweglose Situationen durchzustehen.
Von Juru am 30.08.2010, 6:42 Uhr.
"Die persönliche Beziehung mit Gott war ihm wichtiger als ein Lebensglück, das nicht über die eigene Person hinaus von Bedeutung ist."
Diesen Satz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, gerade in einer Zeit, in der das gutsituierte eigendreherische Privatgenießertum in Werbung, gleichwie Realität, wieder auf den Thron gehoben wird und als besonderer "Glücksmagnet" übertrieben als anstrebenswert gilt.
Der lächelnde graumelierte Investment-Fuchs vor seiner Villa, oder die selbstbewußte Dame, beim Taubenfüttern im Urlaub, selbst Kinder und Alte, sind gerne gesehen in der Schublade: Selbstverwirklichung durch Konsum.
In dieses Weltbild passt natürlich das Teilen mit den Loosern nicht mehr
und deshalb sucht man nach anderen radikaleren Methoden der Verdrängung des Problemes, wie z.B. alle Roma raus aus Frankreich, alle Penner raus aus dem Stadtkern usw. Gab es das nicht schon einmal?
Es fing damals auch damit an, alle Juden raus..
..insofern beinhaltet die größte Gottlosigkeit auch immer parallel die größte Egozentrik und Eigendrehung!
Von Beate Schanz am 27.08.2010, 19:59 Uhr.
Jesus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben!
Nach 4 Jahren verlangendem Suchen in Gottes Wort hat mich Jesus Christus gefunden und ich darf nun von seiner Fülle nehmen, Gnade um Gnade! Habe nun das Glück in Jesus gefunden. Lob und Dank!
Falls es nicht zulange wird würde ich gerne mein Zeugnis dranhängen.
Jesus Christus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben aus Johannes 14,19! 2008
Mit dieser Jahreslosung verbinde ich ein *Neues Leben*, welches mir mit Beginn dieses Jahres unser Gott geschenkt hat!! Mit 13 Jahren übergab ich mein Leben Jesus. Ich komme aus einem gläubigen Elternhaus, wurde getauft, konfirmiert und ließ mich auch kirchlich trauen. Wie in jedem christlichen Leben, geht es mal bergauf, dann mal wieder bergab. Es gibt Höhen und Tiefen. Mal ließ ich die Hand, die mich festhalten wollte los, mal brauchte ich sie wieder ganz dringend.
So ging es bis zum 2. Januar dieses Jahres, als mich durch die Bibellese der Herrnhuter Losungen Gott selbst angesprochen hat, denn da steht in Markus 1, 11: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Klar, bei dieser Geschichte ist Jesus gemeint bei seiner Taufe. Genau so klar sprach Jesus zu mir und meinem Herzen: Beate, du bist meine liebe Tochter. Unerklärlich, unfassbar – aber wahr! Jesus meinte genau mich. Jetzt kam der 3. Januar – Markus 1, 14-20: Johannes der Täufer: Tut Buße – Kehrt um! Wieder spürte ich, dass Jesus mir etwas damit sagen möchte. Des weiteren: Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt! Weiter am 8.Januar: 1.Johannes 2, 12-17: Liebe Kinder, ich schreibe euch, dass euch die Sünden vergeben sind um seines Namens Willen.(durch die Vergebung erst kann Heilung geschehen – Geschichte des Gelähmten).
Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebhat, indem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. Mittwoch, den 9.Januar:
Epheser 4, 17-24: Lebt nicht länger wie Menschen, die Gott nicht kennen! Ihr Denken ist verkehrt und führt ins Leere, ihr Verstand ist verdunkelt. Sie wissen nicht, was es bedeutet, mit Gott zu leben, und ihre Herzen sind hart und gleichgültig. Ihr Gewissen ist abgestumpft, deshalb leben sie ihre Leidenschaften aus. Sie sind zügellos und in ihrer Habgier unersättlich. Aber ihr habt gelernt, dass solch ein Leben mit Christus nichts zu tun hat. Was Jesus wirklich von uns erwartet, habt ihr gehört, ihr seid es ja gelehrt worden. Ihr sollt euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Folgt nicht mehr euren Leidenschaften, die euch in die Irre führen und euch zerstören. Gottes Geist will euch durch und durch erneuern. Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht. Ihr seid neue Menschen geworden, die Gott selbst nach seinem Bild geschaffen hat. Ihr gehört zu Gott und lebt so, wie es IHM gefällt. Am 10. Januar noch Offenbarung 2,10: Doch wenn du mir treu bleibst bis zum Tod, werde ich dir als Siegespreis das ewige Leben geben (Hoffnung für alle – Übersetzung).
Dann kam der Bibelsonntag Sexagesimae (60 Tage vor Ostern) mit der Predigt aus Apostelgeschichte 16, 9 – 15!
Und das war`s!!!!! Lydia war eine gottesfürchtige Frau und durfte das wahre Leben erkennen! Der Herr tat ihr das Herz auf und erfüllte ihr Leben.
37 Jahre lebte ich mal mehr, mal weniger mit Jesus. Jetzt kam der entscheidende Wendepunkt in meinem Leben – OHNE MEIN DAZUTUN – tat auch mir der Herr das Herz auf (wie einer Lydia).Mit Leo Tolstoi darf ich bekennen: Wer die Lehre Christi begreift, hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel, der bis dahin nicht wusste, dass er Flügel besitzt und nun plötzlich begreift, dass er fliegen, frei sein kann und nichts mehr zu fürchten braucht.
So ist mir Jesus zum Brot des Lebens geworden, welches ich jeden Tag hungrig, wie ich nun mal bin – mit Freuden esse – ich habe endlich den inneren Frieden gefunden, der mich trägt auch durch schwierige Situationen – die Freude, denn die Freude am Herrn ist meine Stärke, die Geborgenheit, die ich nur bei Jesus finden kann und die Gewissheit endlich errettet zu sein!
Darum nochmals: Ich lebe und ihr sollt auch leben
Ich habe das Leben gefunden – du auch?